Fraser Island

Und weiter gehts! Satte 12 Stunden fuhren wir mit dem Bus zu unserem naechsten, wenn auch nur kurzem, Stop -> Hervey Bay. Unser Hostel, was von aussen recht schaebig aussah, erwies sich als eines der coolsten, in dem wir bisher waren. Wir kamen also in einem der vielen Reihenhaeuschen unter und mussten erst einmal feststellen, dass unsere Mitbewohner fast alle ebenfalls deutsch waren. Beim Pfannkuchen machen mit unseren Zimmernachbarn bekamen wir einen kleinen Einblick wie man sich das Leben in einer WG vorstellen muss =) Abends wurde unsere Residenz (dank eines deutschen Gesellschaftsspiels, was wohl auch in Holland bekannt ist) zur Partyhuette schlechthin. Unser Vorhaben: "Wir gehen heute mal frueher ins Bett" , fiel somit also auch wieder ins Wasser. Am naechsten Tag, ging die Reise auch schon weiter Richtung Rainbow Beach, einer Kleinstadt, die eigentlich nur aus einer Strasse besteht. Die Plage von der Busstation zum Hostel kommen, erwies sich hier als besonders einfach - alle Hostels der Stadt (3) lagen direkt gegenueber von der "Busstation" (Haeusle). Nachdem wir erst mal unseren Schlaf von eigentlich der ganzen letzten Woche nachholen mussten, beschlossen wir (trotz unserer derzeit sehr ausgepraegten Faulheit) am Sunset-Walk teilzunehmen. Durch weichsten Sand mussten wir gefuehlte 10km (es waren hoechstens 2) durch einen Wald auf und ab laufen (hier stellen Nina und ich uns mal wieder die Frage, warum nicht einen geraden Weg?!), bis wir an einer maechtigen Sandduene rauskamen, wo man auf der einen Seite den Blick aufs Meer hatte und zur anderen Seite einen See ueber dem die Sonne schon langsam unterging. Von Rainbow Beach aus hatten wir unsere Tour nach Fraser Island gebucht, der weltgroessten Sandinsel. Team A - unser Jeep- bestand aus uns vier Maedels (Juli und Leo waren noch immer mit uns) und vier befreundeten Jungs (reisten auch zusammen) aus Kanada, Deutschland und England. Wir packten unsere zwei Kisten Proviant fuer die naechsten Tage, unseren Cider, Goon und Beer und nachdem wir alles in unserem Jeep verstaut hatten - er war praktisch bis oben hin gefuellt - wurde Musik eingelegt und die Tour ging los! Bei wirklich JEDEM Start des Motors, spielten wir nun ein bestimmten Lied ab- sozusagen unser Fraser-Soundtrack, der kein einziges Mal vergessen wurde und uns ab jetzt wahrscheinlich ewig an Fraser und die Leute erinnern wird =) Die Autoparty steigt! Als wir die Anlegestelle der Faehre verliessen (der Strand =D) und auf Fraser Island ankamen, packte uns glaube ich alle ein unbeschreibliches Gefuehl: richtig coole Leute, top Wetter, hoechstens 5 Meter vom Meer entfernt zu fahren -> genial- die Tage koennen ja nur noch besser werden! Nachdem wir Mittags am Lake McKenzie baden waren, ging es danach zu unserem Aborigine- Camp "K'gari", wo man nachts ,GANZ WICHTIG, nicht ohne Dingostick (einem Stock zur verteidigung gegen Dingos) rumlaufen sollte. Nachdem wir jetzt alle mit dem Ohrwurm unseres Songs geplagt sind, waren wir alle staendig am pfeiffen, was von den Aborigine Leuten verboten ist, und mussten somit damit rechnen, dass wie wir gewarnt wurden, etwas schlimmes passieren wuerde. Da einer der Jungs Geburtstag hatte, kochten wir Maedels und liessen die Jungs, die dafuer den Abwasch machen wuerden, ein bisschen feiern. Und so hoefliche Jungs haben wir glaube ich alle nocht nicht getroffen. Waehrend sie sich alle schon 10 Mal fuer das tolle Essen bedankten, wurde uns, sobald unser Getraenk leer war aus eigenem Antrieb ein neues geholt- ja wo gibts denn sowas heutzutage noch? Richtig, in England... Wir haben tatsaechlich richtige Gentlemen kennengelernt. =D Weil wir abends noch gehoerig den Geburtstag gefeiert haben (u.a. im Disko-Schuppen des Zeltplatzes :D), kamen wir dementsprechend morgens nicht ganz so frisch und ausgeschlafen aus unserer Isomatte... Tapfer legten wir wieder unser Lied ein fuhren zum Indians Head (einem Lookout) und den Champagne Pools (Steinbecken, die mit ueberschwappenden Wellen immer wieder aufgefuellt werden). Tja, bisher war alles wunderbar. Wahrscheinlich war es das verbotene Pfeiffen, wir wissen es nicht, aber natuerlich musste es uns passieren: Am letzten Tag wanderten wir ca eine Stunde zu einem See - Lake Wabby - der sich in einem Tal zwischen einer Sandduene und einem Wald befindet. Auf dem Rueckweg folgten wir 4 Englischen Maedchen einen anderen Weg zurueck. Als wir dann einen anstrengenden Weg erst die Sandduene runtermussten, und dann einen Berg im Wald wieder hoch und auf einem Parkplatz mitten in der Pampa rauskamen, bemerkten wir recht schnell: Hier sind wir falsch =D Um die Geschichte kurz zu machen: wir mussten ALLES wieder zurueck zum See und danach noch den Weg auf dem wir zum See kamen, was um die 2 Stunden gedauert hatte-> sprich, wir sind etwa eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen =D Aber alles Schlechte muss ja auch was Gutes haben, wir hatten einen weiteren Lookout, den sonst niemand hatte =D Wir konnten Lake Wabby von oben und aus der Perspektive vom Wald aus sehen =P Jedenfalls wurden wir mit Applaus (etwa eine Stunde zu spaet) von den anderen willkommen geheissen und wir verzogen uns alle ganz schnell in unsere Jeeps um der Blamage irgendwie zu entkommen =D Als erfahrene Autofahrer und mit wunderschoenen Eindruecken kommen wir, "the eight best friends that anybody can have", zurueck am Hostel an und lassen den Kurztrip mit einem letzten Bier fuer das A-Team, ausklingen.

21.11.12 01:23

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