Kayak, die zweite

Da wir beim ersten Mal keine Delfine gesehen hatten, durften wir die Tour kostenlos wiederholen. Nachdem es diesmal mit nur 8 Kayaks und schon um halb 9 Morgens auf das eher noch flache Meer rausging, konnten wir gleich zu Beginn eine Meeresschildkröte genau neben unserem Kayak entlang schwimmen sehen. Da heute ziemlich viele Delfine zu sehen waren und wir nicht erst nach ihnen suchen mussten, war es heute mehr chillen als kayaken. Nach etwa 2 Stunden, gaanz vielen Delfinen und einer weiteren Schildkröte, sind wir dann wieder komplett durchnässt im Hostel angekommen.

Nachdem wir (ein paar Tage länger als Lisa, Tim, Juli und Leo, die nach Bali abhauten) geblieben sind, mussten wir uns erneut von Felix und Dani verabschieden, mit denen wir jetzt auch schon an die 2 Wochen unterwegs waren und nahmen schließlich den Bus nach Coffs Harbour.

27.11.12 05:00, kommentieren

Im Backpacker Himmel Byron Bay

Wie man sich doch an den simplen Sachen im Leben erfreuen kann...

Genüsslich mampfen wir unser Butterbrot - wir hatten uns nach fast 2 Monaten mal wieder Butter gegönnt - am Tisch unseres Apartments.
Richtig! Apartment :D Das Glück stand endlich mal auf unserer Seite. Kein schäbiges 8-er Zimmer, sondern eine richtige kleine Bude mit eigenem Bad, Küche ,2 vierer Zimmern und TV-Lounge. Unser Zimmer teilten wir mit Lisa und Tim, womit wir die ganze Woche keine Angst vor ekligen oder schnarchenden Zimmergenossen haben mussten. Das Apartment hatten wir füer den gleichen Preis eines 6er Zimmers bekommen weil die wahrscheinlich ausgebucht waren. Felix und Dani waren zwei Apartments weiter, unsere Abende verbrachten wir aber meist alle zusammen bei uns.

Ein klein bisschen Heimat fanden wir im Aldi, wo wir uns über deutsche Lebkuchen und Spekulatius freuten (allerdings viel zu überteuert -> jeweils knappe 5$?!

Am folgenden Tag hievten Lisa, Dani und Kerstin sich schon um 5 Uhr morgens tapfer aus dem Bett um den Sonnenaufgang am östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu betrachten. Später trafen wir uns alle am Strand der schönen Kleinstadt und sonnten uns bei typisch australischem Wetter. Wir können uns wirklich nicht beklagen =)
Heute war auch PIZZATAG =) Jeden Dienstag bietet das Domino's Pizzas zum halben Preis an. Letztendlich sah das dann so aus, dass wir wie eine kleine, glückliche Backpacker Familie, pro Kopf eine Pizza, auf dem Sofa saßen und Fernsehr schauten =D

Am Mittwoch ging es auf eine Tour in die Hippie-/Kifferstadt schlechthin : Nimbin. Dort angekommen machte die "Stadt" (woh e her die Straße) ihrem Namen alle Ehre. Auf der Straße wird an jeder Ecke geraucht, weswegen einem bereits beim Austeigen aus dem Bus ein riesen Schwall entgegen kam. Auch im ersten Laden roch es gewaltig nach Gras, sodass einen allein schon das weniger freiwillige Inhalieren des Duftes high machen konnte. Oder man wird gefragt, ob man nicht mal die speziell angefertigten Kräuter-Cookies probieren möchte...

Neben  Hippie-Frauen konnten wir somit auch einige etwas weniger dezente (mitten auf der Straße) Deals beobachten.
Wir sind jetzt noch fasziniert, dass es nicht von Polizisten wimmelt, obwohl doch in jedem Reiseführer der Ruf dieser Stadt offen angekündigt wird...

Sonst gab es eigentlich nichts besonderes zu sehen außer der Reihe an bunten bemalten Häuschen...

Als am Donnerstag noch Juli und Leo zu uns stießen, war unsere Gruppe komplett (wir waren jetzt zu acht!). Um die Küche des Apartments anständig einzuweihen, gab es zum ersten Mal in Australien selbstgeschabte Kässpätzle mit angebratenen Zwiebeln =)

Vollgefressen und mit vier weiteren Jungs aus unserer Heimat (darunter Tims Bruder), die gerade auf der Durchreise waren, konnte nun auch unserer Goonparty (Wein) steigen.

Da wir zwei zusätzlich noch eine Kayak-Tour gebucht hatten, bei der man (normalerweise) Delfine beobachten kann, ging es also am Samstag mit Lifejacket und Sturzhelm raus aufs Meer.

In den 2 Stunden abschuften (Kayak ist doch verdammt anstrengend), ließ sich kein Delfin blicken und wir gingen frusteiert wieder an Land.Immerhin gab es kostenlose TimTams und Abends gönnten wir uns dafür endlich die überteuerten Lebkuchen...

Derzeit sehr sportlich, starteten wir am folgenden Tag mit Lisa, Tim und Dani einen Marsch entlang der Küste zum Leichtturm Byron Bays . Somit kam auch noch der Rest am östlichsten Punkt vorbei. Endlich oben angekommen, musste der Ausblick mit zahlreichen Fotos und sämtlichen Posen festgehalten werden.

Als Nina plötzlich wie eine Bekloppte anfängt loszubrüllen: "Da ist etwas!" und auch Dani in Richtung Easterly Point losrennt, können wir endlich -zwar aus weiter entfernung, aber immerhin- ein  paar Delfine sehen

27.11.12 04:58, kommentieren

Auf der Fahrt nach Noosa hieß es dann Abschied nehmen. Da wir mit Leo und Juli länger als erwartet zusammen gereist sind und dabei geniale Momente erlebten, war dies umso schwerer. Wieder allein in Noosa, trafen wir allerdings in unserem Hostel auf drei der vier Jungs von Fraser, die uns gerne bei Laune hielten. Auf einem Walk durch Noosas National Park, ein Weg entlang des Strandes mit tollen Eindrücken, lernten wir von ihnen die wirklich relevanten Begriffe: englische Schimpfworte und diskutierten ua, darueber, warum fast alle deutschen Omas einen enormen Busen haben :D Abends fand im Pub des Hostels der wöchentliche Wet-T-shirt Contest statt, wo der Gewinner um die 100 $ gewinnen konnte. Keine Sorge, so verzweifelt waren wir dann aber doch noch nicht Am nächsten Tag ging es, wieder mit unseren Fraser-Freunden im Schlepptau, in Steve Irwin's (Crocodile Hunter) Australian Zoo. Hier ein Tipp: wer jemals dort vorbeikommen sollte -> nicht die Krokodil Show Mittags verpassen! Während typisch bunte australische Vögel um unsere Köpfe flogen, wurde unten ein Krokodil zur Schau gestellt und aus nächster Nähe gefüttert. Klingt vielleicht unspektakulär- war aber DER hammer! Und dann hieß es auch wieder hier: Abschied nehmen. Alleine waren wir aber wieder nicht lange, denn im Bus nach Surfers Paradise trafen wir zufällig Dani und Felix, die zwar ein paar Tage in in Brisbane verbrachten, aber uns dann schnell nach Surfers folgten. Während wir in Surfers, einer doch größeren Stadt als erwartet, auf unsre Steuernummer warteten, taten wir das, was wir an besten konnten - bummeln! Zwischendurch verbrachten wir ein paar Stunden am Strand und gingen hier (abgesehen vom Schnorcheln in den Whitsundays) zum ersten Mal ins Meer und hatten wie die kleinsten Kinder Riesenspaß beim Wellenreiten. Die Zeit in Surfers war eher gemütlich. Neben dem chillen im Hauseigenen Whirlpool - kein Wunder war das Hostel so teuer- war das wohl erwähnenswerteste, dass Kerstin von einem Papagei angekackt wurde. Kann auch nicht jeder von sich sagen :D Unsere Abende verbrachten wir ua. damit Karten zu spielen oder Stadt, Land, Fluss- wobei surfers doch als Mallorca von Australien gilt... Die Faulheit und das sparsame Leben siegte wieder, wobei wir aber langsam unseren kulinarischen Hochpunkt hatten und es jeden Abend für uns Backpacker richtig ausgefallene Mahlzeiten gab ua. Bratkartoffeln, Chilli etc. Das war dadurch möglich dass wir uns inzwischen sämtliches Zeug zum kochen angesammelt hatten. Somit lebten wir immer mehr unsre Kreativität beim kochen aus und zauberten uns was feines. Allerdings hatten wir auch hier die Glupscher nicht ganz auf und kauften statt gemahlenen Pfeffer Pfefferkörner. Das sah dann so aus, dass wir während der Reis kochte, einzelne Körner mit einem Messer zerdrückten. Nachdem auch Lisa & Tim zu uns gestoßen sind, beschlossen wir Surfers nach über einer Woche endlich zu verlassen. Der Bus nach Byron Bay war schon gebucht, als wir aber feststellen mussten, dass kein einziges Hostel in Byron einen freien Schlafplatz hatte! Tiefschlag- denn auf die schnelle fanden wir auch hier in Surfers kein Hostel mehr. Am Wochenende war ALLES ausgebucht und wir mussten befürchten (wie damals in Cairns) eine Nacht auf der Straße zu verbringen Verzweifelt auf der Suche nach Unterkunft- der Preis war jetzt sogar egal- fanden wir ein Hostel, in dem es noch 2 Betten in einem Mädchendorm gab für nur 18 $!! Warum waren wir hier nicht schon früher?! Zum Vergleich, das Hostel in dem wir die letzte Nächte verbracht hatte pro Nacht 30 $ gekostet. Jedenfalls sind wir dann doch noch am nächsten Tag von Surfers weggekommen :D

24.11.12 04:52, kommentieren

Fraser Island

Und weiter gehts! Satte 12 Stunden fuhren wir mit dem Bus zu unserem naechsten, wenn auch nur kurzem, Stop -> Hervey Bay. Unser Hostel, was von aussen recht schaebig aussah, erwies sich als eines der coolsten, in dem wir bisher waren. Wir kamen also in einem der vielen Reihenhaeuschen unter und mussten erst einmal feststellen, dass unsere Mitbewohner fast alle ebenfalls deutsch waren. Beim Pfannkuchen machen mit unseren Zimmernachbarn bekamen wir einen kleinen Einblick wie man sich das Leben in einer WG vorstellen muss =) Abends wurde unsere Residenz (dank eines deutschen Gesellschaftsspiels, was wohl auch in Holland bekannt ist) zur Partyhuette schlechthin. Unser Vorhaben: "Wir gehen heute mal frueher ins Bett" , fiel somit also auch wieder ins Wasser. Am naechsten Tag, ging die Reise auch schon weiter Richtung Rainbow Beach, einer Kleinstadt, die eigentlich nur aus einer Strasse besteht. Die Plage von der Busstation zum Hostel kommen, erwies sich hier als besonders einfach - alle Hostels der Stadt (3) lagen direkt gegenueber von der "Busstation" (Haeusle). Nachdem wir erst mal unseren Schlaf von eigentlich der ganzen letzten Woche nachholen mussten, beschlossen wir (trotz unserer derzeit sehr ausgepraegten Faulheit) am Sunset-Walk teilzunehmen. Durch weichsten Sand mussten wir gefuehlte 10km (es waren hoechstens 2) durch einen Wald auf und ab laufen (hier stellen Nina und ich uns mal wieder die Frage, warum nicht einen geraden Weg?!), bis wir an einer maechtigen Sandduene rauskamen, wo man auf der einen Seite den Blick aufs Meer hatte und zur anderen Seite einen See ueber dem die Sonne schon langsam unterging. Von Rainbow Beach aus hatten wir unsere Tour nach Fraser Island gebucht, der weltgroessten Sandinsel. Team A - unser Jeep- bestand aus uns vier Maedels (Juli und Leo waren noch immer mit uns) und vier befreundeten Jungs (reisten auch zusammen) aus Kanada, Deutschland und England. Wir packten unsere zwei Kisten Proviant fuer die naechsten Tage, unseren Cider, Goon und Beer und nachdem wir alles in unserem Jeep verstaut hatten - er war praktisch bis oben hin gefuellt - wurde Musik eingelegt und die Tour ging los! Bei wirklich JEDEM Start des Motors, spielten wir nun ein bestimmten Lied ab- sozusagen unser Fraser-Soundtrack, der kein einziges Mal vergessen wurde und uns ab jetzt wahrscheinlich ewig an Fraser und die Leute erinnern wird =) Die Autoparty steigt! Als wir die Anlegestelle der Faehre verliessen (der Strand =D) und auf Fraser Island ankamen, packte uns glaube ich alle ein unbeschreibliches Gefuehl: richtig coole Leute, top Wetter, hoechstens 5 Meter vom Meer entfernt zu fahren -> genial- die Tage koennen ja nur noch besser werden! Nachdem wir Mittags am Lake McKenzie baden waren, ging es danach zu unserem Aborigine- Camp "K'gari", wo man nachts ,GANZ WICHTIG, nicht ohne Dingostick (einem Stock zur verteidigung gegen Dingos) rumlaufen sollte. Nachdem wir jetzt alle mit dem Ohrwurm unseres Songs geplagt sind, waren wir alle staendig am pfeiffen, was von den Aborigine Leuten verboten ist, und mussten somit damit rechnen, dass wie wir gewarnt wurden, etwas schlimmes passieren wuerde. Da einer der Jungs Geburtstag hatte, kochten wir Maedels und liessen die Jungs, die dafuer den Abwasch machen wuerden, ein bisschen feiern. Und so hoefliche Jungs haben wir glaube ich alle nocht nicht getroffen. Waehrend sie sich alle schon 10 Mal fuer das tolle Essen bedankten, wurde uns, sobald unser Getraenk leer war aus eigenem Antrieb ein neues geholt- ja wo gibts denn sowas heutzutage noch? Richtig, in England... Wir haben tatsaechlich richtige Gentlemen kennengelernt. =D Weil wir abends noch gehoerig den Geburtstag gefeiert haben (u.a. im Disko-Schuppen des Zeltplatzes :D), kamen wir dementsprechend morgens nicht ganz so frisch und ausgeschlafen aus unserer Isomatte... Tapfer legten wir wieder unser Lied ein fuhren zum Indians Head (einem Lookout) und den Champagne Pools (Steinbecken, die mit ueberschwappenden Wellen immer wieder aufgefuellt werden). Tja, bisher war alles wunderbar. Wahrscheinlich war es das verbotene Pfeiffen, wir wissen es nicht, aber natuerlich musste es uns passieren: Am letzten Tag wanderten wir ca eine Stunde zu einem See - Lake Wabby - der sich in einem Tal zwischen einer Sandduene und einem Wald befindet. Auf dem Rueckweg folgten wir 4 Englischen Maedchen einen anderen Weg zurueck. Als wir dann einen anstrengenden Weg erst die Sandduene runtermussten, und dann einen Berg im Wald wieder hoch und auf einem Parkplatz mitten in der Pampa rauskamen, bemerkten wir recht schnell: Hier sind wir falsch =D Um die Geschichte kurz zu machen: wir mussten ALLES wieder zurueck zum See und danach noch den Weg auf dem wir zum See kamen, was um die 2 Stunden gedauert hatte-> sprich, wir sind etwa eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen =D Aber alles Schlechte muss ja auch was Gutes haben, wir hatten einen weiteren Lookout, den sonst niemand hatte =D Wir konnten Lake Wabby von oben und aus der Perspektive vom Wald aus sehen =P Jedenfalls wurden wir mit Applaus (etwa eine Stunde zu spaet) von den anderen willkommen geheissen und wir verzogen uns alle ganz schnell in unsere Jeeps um der Blamage irgendwie zu entkommen =D Als erfahrene Autofahrer und mit wunderschoenen Eindruecken kommen wir, "the eight best friends that anybody can have", zurueck am Hostel an und lassen den Kurztrip mit einem letzten Bier fuer das A-Team, ausklingen.

21.11.12 01:23, kommentieren

Die Whitsundays

Die Whitsundays

Als wir vier also endlich, nach 5 Tagen wild campen, in Airlie Beach ankamen, mussten wir erst einmal unser Haus auf vier Raedern abgeben und begaben und schliesslich in unser neues Hostel. Und jetzt kommts: Zimmer mit eigenem Bad, Meerblick und privatem Gitarrenspieler dazu – kann es was schoeneres geben? Ja! Denn unser Balkon lag zu dem auch noch in Richtung Buehne, von wo aus wir jeden Abend die chillige Livemusik geniessen konnten.

Am naechsten Tag kam es sogar noch besser: als wir bereits fuer die Segeltour  einchecken wollten, wurde uns mitgeteilt, dass das Schiff leider schon voll war und wir geupgradet werden (wie schade =P). Uns erwartete jetzt also nicht nur ein groesseres Schiff mit Spa an Bord, sondern auch ein privates Zimmer, eine Wasserrutsche, ein Sprungbrett usw.
Die Zimmer erwiesen sich allerdings doch nicht so geraeumig wie auf den Bildern =P
Wir wurden also am ersten Tag herzlichst  von lauter Musik und den laessigen Crewmitgliedern auf dem Partyboot schlechthin (so ist der Ruf) begruesst - ein gelungener Start!
Waehrend der Segeltour – quasi unser Kurzrlaub im Urlaub- waren wir auf einem Lookout, von wo aus wir die perfekte Sicht ueber den Whitheaven Beach und das glasklare Wasser hatten. Spaeter ging es ans Schnorcheln inmitten von riesigen Fischschwaermen direkt im GREAT BARRIER REEF. Hier lernten wir auch Elvis kennen, einen Megafisch mit Lippen a la Angelina Jolie. Nemo blieb leider in seiner Anemone... Neben ein paar Schildkroeten tagsueber, konnten wir nachts dafuer zwei Haien beim jagen zusehen. Nina traute sich am naechsten Tag nicht mehr zum Schnorcheln und blieb brav im Schlauchboot zum Fotos machen =D Zwischendrin konnten wir (wenn es mal arg windig wurde beim sonnen) das warme Wasser unseres Whirlpools mit Blick auf die verschiedenen Inseln der Whitsundays geniessen.

 

Nach den zwei Tagen und zwei Naechten auf dem "Atlantic Clipper" kamen wir gegen Mittag wieder im Hafen von Airlie Beach an. Die anfaengliche Enttaeuschung darueber, dass das Segelboot gar nicht segelte, sondern mit Motor lief, hob sich bei der Fahrt in Richtung Hafen auf, denn wir segelten tatsaechlich (immerhin einmal in fast 3 Tagen =D). Wieder an Land mussten wir uns erst mal ein paar Tage wieder an nicht-schaukelnden Boden gewoehnen und den "Segel-jetlag" an der Lagune von Airlie Beach ausschaukeln lassen=P

20.11.12 06:26, kommentieren

Die ersten Wochen

Als wir endlich (um 6 Uhr morgens) in Brisbane ankamen, fanden wir zum Glück ein Hostel dessen Rezeption um diese Uhrzeit schon geöffnet hatte. Als wir Nachmittags endlich aufgewacht sind, gingen wir zum South Bank Streets Beach (einem kostenlosen, künstlich angelegten Strand in der Innenstadt) und überlegten wie es jetzt weitergehen soll. Ausgehungert und immer noch planlos, beschlossen wir, ratet mal -> richtig! Nudeln zu machen. Begeistert von so einem ausgefallenen Essen, mussten wir beschämt feststellen, dass es sich nicht alle so einfach machen…. Von Fleisch bis zu einem Putenstreifen-Salat war alles dabei und wir mitten drin bekommen nicht einmal den Gasherd an (haben nicht verstanden, dass der Gasherd gar kein Feuer braucht- standen ewig mit einem Feuerzeug davor :D). Nach unserem „Festmahl“, haben wir zufällig einen günstigen Flug nach Cairns gefunden. Damit blieben wir ein paar Tage länger als gedacht in Brisbane und verbrachten diese u.a. am Strand und im Lone Pine Koala Sanctuary (einem Tierpark) und konnten uns hier gleich zwei Träume erfüllen: neben Kängurus die Sonne genießen und einen Koalabären knuddeln. Nebenbei, sooo flauschig sind die gar nicht … In der Hoffnung die Nacht am Flughafen in Cairns verbringen zu können, wurden wir um 12 Uhr Nachts vor die Tür gesetzt… Weil aber nicht nur wir so doof sind, konnten wir uns mit ein paar anderen ein Taxi in die Innenstadt teilen, wo wir auf einer überdachten Bühne 8 Stunden wie Penner auf unseren Koffer saßen (Hostel öffnete erst um 8). Und so haben wir wohl auch ausgesehen :D . Von den offenen und teilweise betrunkenen Australiern (Freitag Nacht) wurden wir mit Pizza und Cola versorgt, bekamen auch Angebote bei ihnen unterzukommen und zusätzlich noch geniale Unterhaltung Als wir uns langsam in Cairns eingelebt haben, ein kleines schönes Partystädchen (kaum alte Leute zu sehen :D), holten wir uns für einen Tag ein Auto und düsten mit einem holprigen Start – gewöhnungsbedürftige Bremsen- in Richtung Norden. Linksfahren? Gar kein Problem! Vor allem mit guter Musik, top Laune und genialem Meerblick auf dem Highway. Bei der Bootstour auf dem Daintree River (im Daintree Regenwald), konnten wir immerhin ein Krokodil sehen und wie Captain Crash sagte, sogar das größte. Danach fuhren wir in Richtung Cape Tribulation (für die coolen, wie wir gelernt haben, Cape Trib ) direkt durch den Regenwald auf ungeteerten Ministraßen. Blind, sind wir am Cape vorbeigefahren und mussten an einem Flüsschen, an dem die Straße für uns endete (leider kein Jeep) umdrehen. Auf dem Rückweg nahmen wir ein wanderndes Pärchen mit zu ihrem Hostel, die uns den Weg zum Cape erklärten und nebenbei auch einen der schönsten Strände der Gegend zeigten. Wieder in Cairns, freuen wir uns über die Ankunft zweier Freundinnen aus unserer Schule und holen sie am Bahnhof ab. Nach ein paar weiteren fröhlichen Nächten, beschlossen wir uns zu viert einen Campervan zu mieten und einen Roadtrip in Richtung Süden zu starten. Mücken, Hitze, öffentliche Toiletten und Duschen, Platzmangel, unbequeme Nächte und auch noch ein launischer Gaskocher. Hört sich vielleicht schlecht an, aber nein, wir hatten mehr Hoch- als Tiefpunkte in der Zeit  Neben wunderschönen Flüssen und Wasserfällen inmitten des Regenwaldes, konnten wir im Gegensatz dazu aber auch ein bisschen Outback genießen. Und nebenbei wurde Mc Donalds nicht nur als letzte Essensmöglichkeit zu unserer Rettung, sondern auch weil es sich super zum Zähneputzen eignet und auch die sauberen Toiletten zur Abwechslung verlockend waren. Erläuterungen über den Trip folgen mündlich  Alles sehr schwer zu beschreiben

1 Kommentar 21.10.12 10:41, kommentieren

Singapur

Weil uns ein weiterer netter Araber sein Internetpasswort gegeben hat, konnten wir die 8 Stunden Wartezeit auf dem Flughafen in Dubai mehr oder weniger schnell überbrücken.

In Singapur angekommen (mit einer Stunde Verspätung und fast ausgehungert) und selbst überrascht von unseren Fähigkeiten, das (für uns) verschlüsselte U-Bahnnetz zu entziffern, fanden wir endlich zu unserem Hostel. Da es schon Abend war, holten wir uns nur schnell etwas zu essen, was jedoch für das Auge ungenießbarer war als für den Magen („Chicken“-Nudeln, wobei die Hähnchenstreifen eher aussahen wie Würmer).

Am nächsten Tag startete unsere 3-stündige Stadtrundfahrt: von Chinatown über den bekannten wasserspeienden Löwen bis zum höchsten Aussichtspunkt Singapurs. Zum Schluss besichtigten wir den botanischen Garten, in dem wir das Gefühl hatten durch das Regenwaldhaus der Wilhelma zu schlendern. Später beschlossen wir uns Chinatown noch einmal näher anzusehen und schließlich noch eine Runde auf dem Singapur Flyer zu drehen und ließen den Abend auf der Dachterrasse unseres Hostels ausklingen.

 Heute, noch nicht einmal in Australien angekommen, haben wir unseren ersten Kontakt zu einem Einheimischen geknüpft. Ein Australier, der uns am Gate in Singapur anquatschte und schnell gemerkt hat, dass wir Backpacker sind, gab uns sofort seine Nummer und die Adresse seines Motels in Brisbane, wo wir unterkommen könnten.

In der Hoffnung auf einen Lastminute-Flug nach Cairns, sitzen wir also gerade (3.25 Uhr) am Flughafen in Brisbane und warten darauf, dass das Jetstar-Büro öffnet.

 Gute Nacht Deutschland!

1 Kommentar 3.10.12 11:52, kommentieren